Luftreiniger gegen Staub

Luftreiniger gegen Staub

​​Luftreiniger gegen Staub

Atmen ist ein lebensnotwendiger und energiespendender Vorgang. Hier wollen wir uns zunächst mit dem Medium beschäftigen, dass wir einatmen, nämlich der Luft. Unbelastet soll sie möglichst sein, wenn wir mal "frische Luft" brauchen.

Doch die Luft ist zunehmend belastet. Dies gilt vor allem in städtischen Bereichen und so auch dort, wo die meisten von uns wohnen. Durch Lüften und andere Faktoren steigt die Konzentration von Staub in Wohnungen und so auch in der Atemluft an. Besonders ​betroffen sind Allergiker, aber zunehmend auch gesunde Menschen.

Abhilfe schaffen dann Luftreiniger gegen Staub. Über die Möglichkeiten solcher Geräte und wie du das passende findest erfährst du ebenfalls.

Staub - was ist das überhaupt?

Wir benutzen das Wort und machen uns meist nicht klar, was wir mit Staub genau bezeichnen. Sprichwörtlich wird am Ende ja alles zu Staub. Dieser ist also ein Zerfallsprodukt. Er kommt in verschiedenen Größen vor: Vom noch mit dem bloßen Auge erkennbaren Staubkorn bis hin zum nicht mehr wahrnehmbaren Feinstaub. Klassischer Staub entsteht durch Erosion: Stein, Mineralien, Baustoffe, Farben und Stoffe zerfallen. Auch Pflanzenteile und -pollen, Sporen, Kleinstlebewesen, Haarteilchen und abgestossene Hautschüppchen fallen irgendwann als Staub im Wohnbereich an.

Der erwähnte und zunehmende Feinstaub ist oft ein Produkt von Verbrennung und anderer industrietechnischer Prozesse. Kaminfeuer, Öfen und Kerzen, aber auch Kochen und Braten gibt Feinstaub in die Luft ab, genauso Zigarettenrauch. Gleiches gilt besonders für Laserdrucker. Von draußen kommen dann noch Abgasprodukte von Autos, Flugzeugen und Schiffen hinzu. Auch Abrieb von Autoreifen und Bremsbelägen so wie Ausstoß von Industrie und Kraftwerken tragen mittlerweile erheblich zur Feinstaubbelastung in Ballungsregionen bei.

​​​​​​Gesundheitliche Gefahren ​durch Feinstaub 

reichen von

  • Schleimhautreizungen und ​
  • Entzündungen der Atemwege ​über
  • Lungenschädigungen ​bis zur
  • Thrombose ​und
  • Funktionsstörungen des vegetativen Nervensystems.


Quelle: Bundesumweltamt

Wenn du dir Staub aus diesem Blickwinkel anschaust, dann wird klar, dass man diesen nur in geringem Maße im Wohnraum haben und auch nicht einatmen möchte. Was kann nun ein Luftreiniger gegen Staub hier Positives für Gesundheit und Wohlbefinden bewirken?

Luftreiniger gegen Staub verbessern spürbar die Luftqualität

Es gibt verschiedene Prinzipien, mit denen Luftreiniger den Staub in der Luft mindern können. Gemeinsam ist allen Geräten, dass sie wie Staubsauger funktionieren und so die Luft zum Teil vom Staub befreien.

​Luftreiniger bieten mindestens drei wichtige Vorteile:​​

  • ​​Der absorbierte Staub wird nicht mehr eingeatmet.
  • ​Es legt sich nur noch wenig Staub auf Möbel, Boden etc.
  • ​Dies bietet schließlich auch den Hausstaubmilben deutlich weniger Nahrung und reduziert diese.

Luftreiniger gegen Staub unterscheiden sich je nach Modell in drei verschiedenen Wirkungsprinzipien.

Es gibt Luftreiniger mit Filtersystem, Luftreiniger mit Ionisator und Luftwäscher.

​​​Luftreiniger mit Filter 

Luftfilter setzen je nach Anwendungsbereich auf unterschiedliche Filtersysteme. Es gibt Grobfilter, HEPA Filter und Aktivkohlefilter. Einen Grobfilter enthält beispielsweise jeder Staubsauger, damit der vorne angesaugte Staub nicht hinten wieder hinaus geblasen wird. HEPA Filter sind besonders feinmaschig und speziell für Feinstaub,Schimmelsporen, Viren und Bakterien ​entwickelt worden. ​Aktivkohlefilter wirken besonders gegen Gerüche​, die durch die Kohle gebunden werden.


Diese Geräte sind sehr effektiv, wenn der Filter groß genug dimensioniert ist. Sie erscheinen zunächst relativ preiswert. Bedenken musst du hier aber die zuzüglichen Betriebskosten.  ​Das kannst du dir vorstellen etwa bei einem Tintenstrahldruckerdrucker. Hier sind es statt der Tintenpatronen dann die Filter, die regelmäßig gewechselt werden müssen und nicht ganz billig sind.

​​​Ionisatoren oder auch Ionisierer

​Luftreiniger mit Ionisator bzw. Inosierer sind preisgünstiger und funktionieren nach einem anderen Prinzip. Sie laden die Luft und so auch alle darin enthaltenen Partikel elektrisch auf. Diese werden meist durch eine Metallplatte am Ionisator angezogen und fallen im Gerät in einen Behälter. Dieser ist dann nur gelegentlich von den aufgefangenen Staubteilchen zu entleeren. 


Durch die Aufladung entsteht vor allem bei älteren Geräten in der Luft Ozon. Ozon vermag zwar Gerüche durch chemische Reaktion zu binden. Jedoch kann es Allergiker und Asthmatiker ​zusätzlich belasten. Bei den neuesten Geräten ist die Ozonbildung jedoch reduziert und tritt nur noch in sehr geringem Maß auf.

Luftwäscher 

Sogenannte Luftwäscher arbeiten mit dem Prinzip der Luftbefeuchtung. Sie "waschen" die Luft.


Wie in der Natur nach einem Regen die Luft besonders frei von Partikeln ist, wirkt ein Luftwäscher auch in der Wohnung. Die meisten Geräte sind so konstruiert, dass sich in Ihnen eine feuchte Walze ständig dreht und an dieser die Luft vorbeigeleitet wird. 


Die Walze erfüllt so zwei Funktionen: Sie reinigt die Luft und befeuchtet sie. Abgefangene Partikel sammeln sich im Wasserbecken. Dieses muss allerdings regelmäßig entleert werden, sonst gehen die Partikel in die Luft zurück oder es entstehen Keime. Die Reinigung der Luft ist nicht so gut wie bei den beiden anderen Techniken. Dafür wird die Luft aber befeuchtet, was bei sehr trockener Luft (Luftfeuchtigkeit unter 30 %), wie sie heute in manchen Räumen und vor allem Büros häufig ist, angenehm empfunden wird. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (über 50 %) sorgt allerdings wieder für deutlich mehr Milben.

​Welcher Luftreiniger passt zu mir?

Die Antwort auf diese Frage hängt von verschiedenen Parametern ab. Wie bei der groben Beschreibung der Geräte schon deutlich wird, hängt dies natürlich von den finanziellen Möglichkeiten, den Raumgrößen, gesundheitlichen Dispositionen und auch persönlichen Vorlieben ab. Jeder Gerätetyp hat seine Vor- und eventuell Nachteile. Es gibt auch Kombigeräte, die mehrere Reinigungsprinzipien in einem Gerät vereinen. Eine fachliche Beratung ist daher sinnvoll.

Mit folgenden Fragen findest du das optimale Luftreinigungsgerät für dich:

  • ​​Passen die Filter des Gerätes zu meinem Bedarf?
  • ​Wie oft müssen Filter gewechselt werden? Mit welchen Kosten ist das verbunden?
  • ​Welche Geräuschentwicklung hat das Gerät? Stört es bei der Arbeit oder im Schlaf?
  • ​Wie hoch ist der Stromverbrauch?
  • ​Welche zusätzlichen Leistungen (Beratung, Wartung, Filterwechselservice, Garantie etc.) sind mir wichtig?

Zusammenfassung

In diesem Artikel ​wurden die drei Gruppen von Luftreinigern gegen Staub vorgestellt. ​Es wurde deutlich gemacht, wie sehr die Bedeutung sauberer Atemluft für Gesunde und besonders auch für kranke Menschen ansteigt. Da​bei wurden Tipps zur Auswahl eines geeigneten Gerätes für den Haushalt gegeben.

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    U. Kress

    stammt aus einer Apothekerfamilie im Weserbergland und ist Rehapädagoge und Gestalttherapeut. Er betreibt Blogs im Bereich der Gesundheitsvorsorge und informiert über Themen, die zum persönlichen Wohlbefinden beitragen sollen.